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17.02.12: Stadtbibliothek Hermagor – Friede, Freude, Deutscher Eintopf

Nazi-Leaks: Kärntner Historiker Florian Rulitz äußert sich

mit 4 Kommentaren

Update, 04.02.2012: Mit diesem Update möchte ich anhand dreier Beispiele zeigen, welche Kundschaft Florian Rulitz mit seiner Arbeit bedient: da wäre einerseits der “Nationalist Blog” whitepower.ws, der sich selbst als “White Power News Source for racialists and white Nationalists” sieht und der englisch-sprachige “Kameraden” über Rulitz Arbeit informiert. Zweitens wird Rulitz’ Buch auf der Seite des geschichtsrevisionistischen und mit dem NS sympathisierenden Vertrieb “Deutscher Buchdienst” deutschsprachigen GeschichtsrevisionistInnen und/oder Neonazis zum Verkauf angeboten. Drittens wird auf dem offen neonazistischen Internetportal “Metapedia” für Rulitz geworben. Im spärlichen gehaltenen Eintrag über Kärnten (“Kärnten ist ein deutsches Land südlich der Alpen”) wird auch ein Verweis zur “Unzensuriert”-Buchbesprechung über Rulitz’ Arbeit bereitgestellt. Screenshots hierfür liegen als Beweis vor, in welchen Kreisen Rulitz’ Arbeit regen Anklang findet: Nazis, Geschichtsrevisionisten, Rechtsextreme.

Update, 23.01.2012: Die Kleine Zeitung hackte noch einmal nach und liefert nun ein Portrait zu Rulitz’ Vergangenheit im Dunstkreis von Neonazis. (sh. http://bit.ly/AgFrkl) Zu Ulfried Burz’ Äußerung in diesem Artikel hilft auch nur noch ein kleiner Kunstgriff: “Ich habe auch ‘Mein Kampf’ im Regal stehen – als Wissenschafter darf ich das!”, “Ich habe heut auch schon das Horst-Wessel-Lied gesungen – als Wissenschafter darf ich das!”, “Ich hab auch schon ein paar Mutterkreuze am Flohmarkt gekauft – als Wissenschafter darf ich das!”, “Ich hab heut auch schon mit David Irving telefoniert – als Wissenschafter darf ich das!” – Wir werden alle Wissenschafter, dann dürfen wir alle alles!

Update, 13.01.2012: Die kritische Anmerkung  über die “enorme Weitsichtigkeit” von “Rulitz’ Widersachern” (im Kleine Zeitung-Artikel vom 12.01.2012) verliert als Rulitz’ Behauptung einer “Rufmordkampagne” tatsächlich widerlegende Aussage leider dadurch an Kraft, dass durch die zuvor ausgiebig formulierte Selbstdarstellung seitens Rulitz als “Opfer” einer linken Jagdgesellschaft den LeserInnen der Kleinen Zeitung bereits eingangs der Eindruck vermittelt wird, die von Anonymous geleakten Daten wären ohnehin gefälscht. Eine Frage, die sich dadurch außerdem auftut ist die, wieso die Sachlage des im weiteren Verlauf des Artikels namentlich nicht genannten Oberkärntner Polizeischülers in Bezug auf seine Bestellung in rechtsextremen Versandhäusern “klarer” zu sein scheint und Ermittlungen vom Verfassungsschutz gegen den Polizeischüler bereits eingeleitet wurden (Anm.: Der 23-Jährige bleibt bis zum Vorliegen der Ergebnisse allerdings weiter in der Polizeischule) Ermittlungen gegen Rulitz müssen daher ebenfalls sofort aufgenommen werden!

Update, 12.01.2012: In einem Artikel der Kleinen Zeitung vom 12.01.2012 wird Florian Rulitz die Möglichkeit gegeben, sich als Opfer einer Rufmordkampagne zu stilisieren: http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/2920540/historiker-weist-neonazi-vorwurf-zurueck.story) Auf whitepower.ws übersetzt der Autor 14fuhrer88 den Kleine Zeitung-Artikel, um englisch-sprachige NeofaschistInnen über die Situation  der “Kärntner Kameraden” am Laufenden zu halten: http://www.whitepower.ws/index.php/2012/01/12/historian-rejects-neo-nazi-accusation/ Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes wurde darüber bereits in Kenntnis gesetzt, in Kürze wird auch das österr. Bundesamt für Terrorismusbekämpfung und Verfassungsschutz darüber informiert werden. dj

Am 4. Jänner 2012 veröffentlichte ich auf der Internetpräsenz der WOCHE einen Artikel mit dem Titel “Nazi-Leaks: Kärntner Historiker im Visier”. Der Artikel hat die Veröffentlichung der Daten von KundInnen rechtsextremer Versandhäuser sowie SpenderInnen nationalsozialistischer Organisationen wie der NPD zum Inhalt. In den Kundenlisten der rechtsextremen Versandhäuser tauchte auch der Name und die E-Mail-Adresse des Kärntner Historikers Florian Rulitz auf, der vergangenes Jahr mit seiner in einem Buch veröffentlichten Dissertation “Die Tragödie von Bleiburg und Viktring” sg. Erkenntnisse zu “kommunistischer Partisanengewalt” in bzw. nach der Zeit des Zweiten Weltkrieges, von sich hören machte. In diesem Artikel brachte ich den vermuteten Zusammenhang zwischen Rulitz’ Umtriebe in rechten bzw. rechtsextremen Kreisen und seinem Buchthema zum Ausdruck: der “kommunistischen” bzw. “jugoslawischen Partisanengewalt” in Kärnten (im Grunde der Schmälerung des Verdienstes des antifaschistischen Widerstandes in und nach dem Zweiten Weltkrieg) infolge der deutschen und der mit den deutschen Soldatengruppen verbündeten Verbänden, die noch nach dem offiziellen Ende des Zweiten Weltkrieges von ihren Kampf gegen die jugoslawische Armee fortsetzten. Mit 11. Jänner 2012 wurde auf Druck bzw. Androhung Rulitz’ (bzw. seines Anwaltes) der Artikel von der WOCHE-Redaktion entfernt. Dem vorausgegangen war ein Kommentar von Rulitz sowie Hanzi Filipi (für den Hermagoras-Verlag, Mohorjeva založba) mit unklaren und z.T. unrichtigen Aussagen bzw. Anschuldigungen (u.a. Verleumdung meinerseits). Ich möchte mich folglich zu Auszügen aus diesem Kommentar von Rulitz bzw. Filipi äußern:

“Daniel Jamritschs Beitrag, veröffentlicht auf der Internetseite woche.at (Anm.: “Nazi-Leaks: Kärntner Historiker im Visier”) versucht den Historiker Florian Thomas Rulitz in den Dunstkreis der neonazistischen Szene zu rücken (…)”

Thomas Rulitz hat sich, wie die von Anonymous veröffentlichten KundInnenlisten und weitere vorliegende Informationen beweisen, bereits selbst in den Dunstkreis der neonazistischen Szene gerückt. Ich stelle dies lediglich freudlos fest und ziehe daraus logische und leider allzu offensichtliche Schlüsse und fasse diese im erwähnten Beitrag kurz und knapp zusammen.

“(…) ohne dass der Verfasser des Beitrags nur einen einzigen stichhaltigen Beweis dafür anführt (…)”

Einen der zahlreichen Beweise findet man in einem Mitteilungsblatt des Dokumentationsarchives des Österreichischen Widerstandes (Folge 161, April 2003). Der dort veröffentlichte Artikel “Jungfreiheitliche im Dunstkreis von Neonazis” hat eben diesen Dunstkreis, in dem sich der fragwürdige Historiker Rulitz seit vielen Jahren bewegt (u.a. in der Position des stellvertetenden Landesobmannes des RFJ-Kärnten, Stand: 2003) zum Inhalt. Demnach seien u.a. Jörg Haider, Ewald Stadler und Umberto Bossi der italienischen Lega Nord (der von internationalen Beobachtern Rassismus und Hetze gegen AusländerInnen vorgeworfen wird) politische Vorbilder Rulitz’. Die RFJ selbst ist u.a. 2006 mit dem auf dessen Internet-Homepage veröffentlichten Slogan “Unsere Ehre ist die Treue zur Heimat”, der an den SS-Spruch “Unsere Ehre heißt Treue” erinnert, aufgefallen. Rulitz selbst hetzt im RFJ-Organ “tangente” (Nr. 2/2003) gegen andere Kulturen, z.B. so: “(…) wahre Muslime begegnen Christen und anderen Nicht-Muslimen mit Verachtung, Diffamierung und Intoleranz”, oder “Kulturimport im einseitigen Ausmaß bedeutet (…) das Verschwinden der ansässigen Kulturen”. Dass solch konservativ-chauvinistisches Gedankengut im Zeitalter der offenen Grenzen, der EU und der Globalisierung von einem sich mit einer “von Fachhistorikern positiv bewerteten” (Florian Rulitz [Autor], Hanzi Filipi) Arbeit “etablierten” Historiker wie Florian Rulitz vertreten wird, zeugt von einem ewig gestrigen Gedankengut desselben und kann in Zusammenhang mit den von Anonymous bereitgestellten Informationen zu Rulitz’ Kundschaft mind. eines rechtsextremen Versandhauses eindeutig bewertet werden.

“(…) Als einziges schwammiges Indiz werden leicht manipulierbare Internet-Daten herangezogen (…)”

Die Internetgruppe Anonymous, die für Informationsfreiheit, die für die Unabhängigkeit des Internet und in den jüngsten Aktionen gegen RechtsextremistInnen und Nazis kämpft, hat es leider ganz offensichtlich nicht nötig, sich einen “Feind” zu imaginieren. Der Bevölkerung und AktivistInnen ist spätestens seit den in Norwegen verübten Anschlägen des rechtsextremen Breivik klar, dass Terrorgefahr in den letzten Jahrzehnten immer von rechts ausging. Diesen Rechtsextremismus – egal ob in Form von physischer Gewalt oder dieser bedingenden neofaschistischen Agitationen rechtsextrem motivierter PolitikerInnen, PublizistInnen oder HistorikerInnen – zu bekämpfen, ist das erklärte Ziel der Gruppe Anonymous und einer mutigen Zivilgesellschaft, die nicht weiter zusehen will, wie sich Neonazis in staatlichen Institutionen wie Universitäten, Polizei oder Minsterien allmählich breitmachen. Jedenfalls – bis dato kann der Anonymous-Gruppe keine Datenfälschung vorgeworfen werden.

Aus diesen Informationen “(…) schließt Jamritsch, u. E. äußerst fahrlässig, dass Rulitz sein Buch “Die Tragödie von Viktring und Bleiburg” mit der Absicht veröffentlicht habe, “den jugoslawischen Widerstand gegen den deutschen Faschismus nachwirkend zu kriminalisieren (…) und “dass die Arbeit Rulitz´ in Wahrheit v.a. ein antikommunistisches, die Naziverbrechen relativierendes Werk unter dem Deckmantel der Wissenschaft darstellt“.

Im Kontext des Umfeldes, in dem sich Rulitz bewegt (s.o.) und dem gewählten Thema seiner Arbeit, ist es leider kein schweres, Rulitz gewisser Absichten zu verdächtigen. Die FPÖ als österreichische NSDAP-Nachfolgepartei (die wiederum mit der RFJ in engem Zusammenhang steht, der Rulitz angehört[e]) und Martin Graf, der eine begeisterte Kritik für Rulitz’ Arbeit verfasste, sind z.B. nicht bereit, österreichische Deserteure z.Z. des 2. Weltkrieges als NS-Justizopfer zu rehabilitieren. Vielmehr sieht man die Deserteure und Widerstandskämpfer in dem “Dunstkreis”, in dem sich der Historiker Rulitz bewegt, als Fahnenflüchtler, als untreu oder gar als “Kameradenmörder” (sh. Kleine Zeitung Online 13.09.2009) Was diese Menschen also von aktiven oder passiven Widerstand gegen das Dritte Reich halten, steht im Einklang mit der Arbeit Rulitz’: Widerstand gegen das Dritte Reich oder gegen die “Nachgeburten” des Dritten Reiches (also auch die ersten Wochen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, in der auch viele deutsch-faschistische Ustascha-Soldaten aus Kroatien in Kärnten waren, die zu den Opfern der “Partisanengewalt” zählen) werden in einem eindeutigen, fragwürdigen Kontext präsentiert und öffentlich zu thematisieren versucht. Dadurch entsteht für die Bevölkerung der falsche Eindruck eines Österreichs als Opfer des Faschismus (an dem sich Österreich ebenso zu verantworten hat)  und des Kommunismus (das an der Bekämpfung des Faschismus maßgeblich beteiligt war und letztlich für ein freies, unabhängiges Österreich eintrat). Ein Bild also, wie es unzutreffender nicht sein kann. Widerstand gegen verbrecherische Systeme ist die moralische Verpflichtung jedes Menschen mit humanistischen Werten. Zweifellos begangene Kriegsverbrechen im Kontext des Widerstandes gegen den deutschen Faschismus – der die Welt an den Rand des Abgrunds führte – sind ausschließlich zurückzuführen auf das Verbrechen als inhärenten Aspekt des Krieges – der Krieg selbst ist das Verbrechen. Und wie kam der Krieg zustande? Ich glaube, oder besser gesagt ich hoffe inständigst, Sie, Hr. Rulitz, darüber nicht aufklären zu müssen. Wie dem auch sei, der Inhalt des Buches steht – ob der Autor Rulitz  es nun will oder nicht – durchaus in Zusammenhang mit den Verbrechen des Nazi-Regimes, wenn man die milit. Aktionen der PartisanInnen als logische Konsequenz der Verbrechen des Nazi-Regimes betrachtet. Rulitz nennt dies “Partisanengewalt”, konnotiert den Begriff des Partisanen eindeutig negativ und schmälert damit automatisch den Widerstand gegen das Dritte Reich.

Der behandelte Artikel “Nazi-Leaks: Kärntner Historiker im Visier” wurde von der WOCHE-Redaktion ohne meinen ausdrücklichen Wunsch zurückgenommen. Ich habe mich bereits an die Redaktion gewandt mit der Bitte, den betreffenden Artikel im Sinne des kritischen Journalismus und einer antifaschistischen Zivilgesellschaft wieder öffentlich zugänglich zu machen. In der Ausgabe der Kärntner Tageszeitung (8.1.2012) wurde Rulitz’ Kundschaft in mind. einem rechtsextremen Versandhaus ebenfalls thematisiert: “(…) neben Polizisten und freiheitlichen Recken soll auch Rulitz bei “Thor Steinar” bestellt haben – zumindest findet sich auf nazi.leaks seine E-Mail- Adresse: florian rulitz – f1rulitz@edu.uni-klu.ac.at (…) Nun schmücken sich Historiker gerne mit “Unabhängigkeit” und der Fähigkeit, weder auf dem rechten noch dem linken Auge blind zu sein. “Thor Steinar”-Artikel verbreiten aber eine Botschaft. So ist das Tragen dieser Kleidung im Deutschen Bundestag, in etlichen Stadien des Nachbars und in einigen seiner Universitäten verboten, da sie als Erkennungsmerkmal der Neonazi-Szene gilt.” Dies ist kurz zusammengefasst der Grund, wieso ich einen Artikel unter dem Motto “Florian Rulitz: politische Absichten unter dem Deckmantel der Wissenschaft?” verfasste und der Öffentlichkeit zugänglich machte. Nun aber genug meiner Worte.

Der Historiker Florian Rulitz soll sich nun endlich zu den hier genannten Vorwürfen bzgl. seiner Kundschaft in mind. einem rechtsextremen Versandhaus und seinem Umtrieb in rechten bzw. rechtsextremen Kreisen äußern. Bis dahin wird er sich wohl oder übel mit solchen Artikeln bzw. Zweifel über seine Rolle als Historiker in der Bevölkerung leben müssen.

Daniel Jamritsch, 2012

Nazis raus aus unsren Unis! Nazis raus aus unserer Justiz! Nazis raus aus der Polizei! Nazis raus aus der Regierung!

Geschrieben von mischkunst

Januar 11, 2012 um 8:58 pm

4 Antworten

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    • Leider war der mutmaßliche “Einkauf” 2009, das Buch erschien 2011. Seine “Gegner” müssen also geradezu hellseherische Fähigkeiten gehabt haben.
      Im übrigen hat mich irrtitiert, mit welchem Eifer sich die sonst so seriöse “Kleine Zeitung” einer Veröffentlichung gewidmet hat, die man durchaus als rechtslastig bezeichnen kann, obwohl man mit ein bißchen Recherchearbeit durchaus wissen konnte, mit wem man es zu tun hatte. Sollte der ehemalige Chefredakteur, der seit jeher für seine undifferenzierten Äußerungen über den Kärntner Widerstand bekannt ist, einmal mehr eine Rolle gespielt haben?

      Rosentaler

      Januar 12, 2012 um 6:09 pm

  1. In ihrem einseitigen und irreführenden Artikel breiten sie sich über ein angebliches pauschales Verächtlichmachen des antifaschistischen Widerstandes durch das Buch aus.
    Rulitz weist aber, ganz im Gegenteil, mehrmals darauf hin, dass der antifaschistische Widerstand in sich vollkommen heterogen war.
    Es ist das zweifelhafte Verdienst Titos, die verschiedenen Strömungen innerhalb der Partisanenbewegung im Sinne Stalins gleichgeschaltet und der blutigen Umgestaltung der jugoslawischen Gesellschaft dienstbar gemacht zu haben.
    Rulitz zeigt, auch anhand von Interviews mit Kärntner Partisanen, wie der blutige innerjugoslawische Bürgerkrieg, der vor allem im kroatisch okkupierten Bosnien von Seiten der Ustasche als Vernichtungskrieg gegen die bosnischen Serben geführt wurde, mit der Ankunft der antikommunistischen Flüchtlinge aus Slowenien und Kroation (die keineswegs alle Soldaten, die oft auch Zivilisten, oft Frauen und Kinder waren), auch auf österreichischem Gebiet ausgetragen wurde.
    Dabei wird von ihm mehrmals betont (und belegt), dass auf österreichischem Gebiet heimkehrende (“reichs-”)deutsche, also auch österreichische Soldaten, von den Partisaneneinheiten in der Regel nicht behelligt wurden.
    Angesichts der Tatsache, dass der organisierte Deutschnationalismus in Kärnten seit den Ereignissen im Mai 1945 immer wieder (z.T. erfolgreich) versucht hat, die Opfer des innerjugoslawischen Bürgerkrieges auf österreichischem Boden zu Opfern von sogenannten “Heimkehrermorden” umzudeuten, angesichts der Tatsache, dass Rulitz dies mehrmals nachweisen konnte, ist es grotesk, dieses Buch als faschistoide Propagandaschrift denunzieren zu wollen. Sie hat, im Gegenteil, das Potenzial, die politischen Verkrustungen und Verkrampfungen in Kärnten wenigstens teilweise aufzubrechen und aufzulösen.

    Als Vertreter der “mutigen Zivilgesellschaft”, eines Kollektives also, verteidigen sie, sich mit moralischem Pathos ihrer edlen Gesinnung bewusst, kollektive Wertvorstellungen.
    Sie sind eine Wächterexistenz, derer es gerade in den Radikaletatismen, die sie vorgeben zu kritisieren, ohne Zahl gibt. Faschisten, Kommunisten. Rotbraune Zwillinge.

    Christian Planteu

    Januar 13, 2012 um 5:57 pm

  2. [...] Nazi-Leaks: Kärntner Historiker äußert sich  Gefällt mir:LikeSei der Erste, dem dieser post [...]


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